Danke Deutschland

Viel wird in den letzten Tagen von rechtsextremen Ausschreitungen berichtet, vor allem im Osten der BRD. In den neuen Bundesländer hat rechtsextremes Gedankengut einen fruchtbaren Nährboden, siehe hohe Arbeitslosigkeit und Identitätssuche nach dem Mauerfall. Aber das will nicht heißen, daß Deutschland ein rassistisches Land ist, ganz und gar nicht. Die AfD kann man nicht unbedingt als rechtsextreme Partei, à la Front National, bezeichnen, aber eher als ein bißchen wie die Lega in Italien. Selbstverständlich muß man diese Partei im Auge behalten, wehret den Anfängen. Es gibt eher ein Problem mit verschiedenen Zeitungen, die oft negativ vom Islam berichten. Im Büchermarkt finden man auch Bücher die (viel zu) kritisch zum Islam eingestellt sind. Man kann schon von eine gewisse Islamophobie sprechen. Gruppen die früher unter Rassismus gelitten haben, wie die Italiener, sind heute sehr gut integriert. Die älteren Generationen von Italiener können sich noch sehr gut an diese Zeiten erinnern (siehe das Buch “Benvenuto heißt willkommen”) und, das können sie mit Sicherheit sagen, der Rassismus damals war viel schlimmer als die Islamophobie heute. Nach dem Spiel Italien-Deutschland, 1970 in der Fußballweltmeisterschaft in Mexiko (4:3 für Italien), gab es regelrecht antiitalienische Krawallen. Sowas kann man nicht vergessen aber davon will heute niemand mehr etwas wissen. Sogar die etwas jüngeren Generationen von Italiener behaupten die Italiener hätten nie so große Probleme wie die Türken gehabt. Auch die etwas älteren Türken können bestätigen, daß früher der Rassismus viel schlimmer war. Heute sieht man Menschen mit ausländischer Herkunft in der Politik, in den Medien, in den Sport. Man hat sich sogar daran gewöhnt. Es stimmt, daß Mesut Ozil ein guter Deutsche ist, solange Deutschland gewinnt, aber auf einmal Türke wird wenn Deutschland verliert. Und auch Sami Khedira gilt als sehr gut integriert solange er sich mit nackten Frauen fotografieren läßt aber als Integrationsproblemfall gelten würde, wäre er zum Beispiel mit einer verschleierten Frau verheitat oder würde regelmäßig in die Moschee gehen. Integration ja aber in Grenzen, es gibt noch einiges zu tun. Im internationalen Vergleich steht Deutschland gar nicht so schlecht da, es gibt sogar eine gewisse Willkommenkultur. Kein Land hat mehr Flüchtlinge aufgenommen wie Deutschland. Daß einige Flüchtlinge negativ auffallen will nicht heißen, daß die Deutschen generell gegen die Flüchtlingen sind. Sie können schon unterscheiden. Leider gibt es immer einige Unbelehrbare. Man vergisst auch, daß es in Deutschland ein Verfassungsschutz gibt, also nicht der Geheimdienst aber schon eine Aufsichtsbehörde die das Wirken von rassistischen oder rechtsradikalen Parteien eingrenzen könnte. Also eine zweite NSDAP ist theoretisch in Deutschland unmöglich. Viele Länder könnten sich ein Beispiel nehmen von Deutschland, es gibt nicht viele Länder wo es ein Verfassungsschutz gibt. Was kann man sagen von Pakistan, wo es Parteien gibt die offen zugeben, wären sie an die Macht würden sie die Demokratie und das Mehrparteiensystem abschaffen? In Deutschland gibt es schon eine Kontrolle. Also Deutschland ist bestimmt kein rassistisches Land aber es gilt aufzupassen denn der Samen ist noch immer da und findet auch den nötigen Nährboden wenn er sucht. Es gab in der Geschichte immer Perioden von Toleranz und Intoleranz die sich abgewechselt haben. Es gibt kein Immunsystem gegen Rassismus und Intoleranz, alles ist möglich! Und die Wirtschaft läuft gut in Deutschland aber was wäre wenn nicht ?

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