Tageblatt

Ich war immer gläubig, nicht immer praktizierend. Nach 1991, als ich eine Pilgerreise nach Mudjugorje machte, hatte ich ziemlich gründlich praktiziert aber ich habe dann aufgehört denn es bringt überhaupt nichts.

Man ist nicht erlöst wenn man so gründlich praktiziert hat wie ich. Leider kann ich auch nicht durch meinen Beispiel Atheisten bekehren, ich kann nur denen helfen die zweifeln. Die Kirche hat grossen Schaden angerichtet, auch in meinem Leben, darum schicke ich meine Kinder nicht zur Kirche. Ich will natürlich dass meine Kinder regelmässig beten und ehrlich gläubig sind, ohne sie dazu zu zwingen, aber ich will dass sie auf Distanz zur Kirche gehen. Ich will dass sie mehr praktizieren wenn sie älter sind, d.h. erwachsen. Der Schaden der die Kirche mir in der Kindheit angefügt hat ist nicht so einfach gutzumachen. Ich habe gemerkt, dass die Leute die so praktizieren wie ich glauben sie würden all ihre Probleme lösen wenn sie regelmässig zur Kirche gehen. Man kann glauben so viel man will, man kann beten bis zum geht nicht mehr, all das hilft nicht. Hilf dir selbst so hilft dir “Gott” aber ich habe keine eindeutige Beweise, dass es Gott gibt, deshalb sollte man lieber nur auf sich selbst zählen. Atheisten leben besser und kommen besser im Leben zurecht, das ist die grausame Wahrheit ! Der Glauben ist nur eine private Sache, alles was die Religion lehrt ist an sich dass das Leben nach dem Tod besser ist und dass man auf dieser Welt sein Kreuz tragen muss. Jetzt verstehen Sie wie ein gläubiger Mensch lebt. Darum lassen Sie die Finger von der Religion, es gibt keinen Gott ! Das Paradies ist hier auf Erden und nicht irgendwo im Himmel. Glauben Sie an sich und machen Sie das Beste aus Ihrem Leben, das ist meine letzte Botschaft. Die Leute die an Gott beten sind nur arme Loser. Einjeder ist sein eigener Gott.

Es wird Sie freuen zu wissen dass ich auch ein Opfer der “schwarzen” Mafia von Schifflingen bin, auch ein Grund warum ich politisch ziemlich links stehe. Die Kirche hat sich in Luxemburg zum grössten Teil selbst abgeschafft, es fehlt an Berufungen und auch das Geld sprüht nicht mehr so wie früher.

Ich schreibe Ihnen diesen Brief weil ich nicht weiss ob ich noch lange leben werde, leider war mein Leben nicht von Erfolg gekrönt. Ich sehe mich selbst als Kommunisten, ich glaube noch immer an diese Ideologie auch wenn die Geschichte mir Unrecht gibt. Ich hoffe dass meine Geschichte eines gläubigen Kommunisten Sie interessieren wird. Bitte lesen Sie meine Webseite www.vincenzosportelli.lu, die normalerweise 2022 abgeschaltet wird. Ich habe keine Heimat auch wenn ich einen italienischen Namen habe; ich bin ein Mensch ohne Land, darum will ich dass ich nach meinem Tod verbrannt werde und meine Asche ins Meer geworfen wird. Danke dass Sie meinen Brief gelesen haben.

Réponse de Eric Hamus du 29 avril 2021

Här Sportelli,
 
Ech kann verschidden Propos’en aus Ärem Mail gutt novollzéien, well och ech an der Kandheet schlecht Erfahrungen mat der Kierch gemach hunn. Ouni elo awer ze wëssen, wat Iech genee geschitt ass, wollt ech Iech awer kontaktéieren, well ech mer no der Lecture vun Ärem Mail e bësse Suergen machen.
 
Mir kennen eis zwar net, mee ech wëll awer net, datt Iech eppes zoustéisst. Ech hunn nämlech d’Impressioun, wéi wann Dir vläit wëlles hätt, Iech eppes unzedoen. 
 
Mäin Monni huet virun Joeren Hëllef gebraucht, wosst awer net richteg wou en se kinnt fannen. Leider hu mir hien verluer, wat fir seng Fra, seng Kanner, seng Mamm an seng Schwester (meng Mamm) besonnesch schlëmm war. Dir hutt vu Kanner geschwat. Ech sinn mer sécher, datt déi hire Papp net wëlle verléieren. Meng Elteren sinn an engem gewëssen Alter, an deem een sech och schonn Gedanken alt mécht. An ech ka mer näischt méi Schlëmmes virstellen, ee vun hinnen ze verléieren.
 
Als Journalist hunn ech schonn dacks iwwert verschidden Associatiounen an Servicer geschriwwen, déi an sou Fäll gäeren an anonym virun hëllefen. Dobäi hunn ech festgestallt, datt do wierklech gutt Leit sëtzen, déi hirer Aufgab mat Häerz an Séil noginn. 
 
Zemols d’Leit vun SOS Détresse imponéiere mer ëmmer nees. Bei deene kann een sech iwwert Telefon mellen (45 45 45) – natierlech anonym – oder hinnen och schreiwen op https://454545.lu/onlinehelp-lu/
 
Perséinlech hat ech och schonn mat Leit vun der Ligue ze dinn (dem Centre d’information et de prévention wéi en haut heescht), um Telefon 45 55 33. Si hunn och een Consultatiounsservice, wou een allzäit Hëllef fënnt:  https://www.prevention-suicide.lu/services-de-consultation/ 
 
Weider Informatiounen fannt Dir op dëse Siten:
 
 
Heiansdo deet et schonns immens gutt ze wëssen, datt een engem nolauschtert.
 
Léif Gréiss!
 
Eric Hamus
 
 
This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.